Palmsonntag

Christus als Eselsreiter, mitgeführt bei Prozessionen am Palmsonntag, Niederbayern, Ende 12. Jh., Pappelholz. Esel: moderne Ergänzung von August Weißer. Skulpturensammlung, Bode-Museum, Berlin.


Die Palme ist Zeichen der Gerechtigkeit, des Lebens und des Sieges. Als Jesu in Jerusalem einzog, streute das Volk Palmzweige auf seinen Weg (Johannesevangelium 12, 13-15). Dessen wird am Palmsonntag gedacht.

Palmarum, der letzte Sonntag der Fastenzeit, der letzte vor Ostern, leitet die Karwoche, die stille Woche der geistigen Vorbereitung auf Ostern ein. An ihn sind verbreitet Rituale geknüpft,  vom Binden einer Palmstange aus Korbweiden, Seidenpapierblumen und Weidenkätzchen im südlichen Polen, aber auch in Baden, bis zur Prozession mit Palmeselfiguren wie der auf unserem Foto dargestellten. Die Asche der verbrannten Palmwedel sollte am Aschermittwoch genutzt werden, um die nächstjährige Fastenzeit mit einem auf die Stirn aufgetragenen Aschekreuz einzuläuten.

Auch St. Johannis wird zum Gottesdienst am 29. März mit Palmenschmuck aufwarten. Wenn Sie danach den Palmsonntagsbräuchen noch näher kommen wollen, besuchen Sie doch einmal das Bodemuseum mit seiner sehr sehenswerten Ausstellung oder auch den Botanischen Garten.

 

MARTINA KNOLL

(foto: a. genest)