Kita St. Johannis: Vorzeigeprojekt für die Integration von Flüchtlingskindern

 

 

Viele wollten es, doch nur acht konnten es werden: Die Kita St. Johannis überzeugte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft durch großes Engagement im Bereich der Integration von Kindern aus Familien mit Fluchterfahrung. Denn in der Kita unserer Kirchengemeinde wurde auf die Flüchtlingsströme nach Berlin rechtzeitig reagiert und Plätze für einige der ankommenden Kinder reserviert. Sie zu besetzen, gestaltete sich für die Erzieherinnen zunächst nicht einfach, ebenso wie die folgende Integration und ggf. Inklusion der Kinder mit unbestimmter Bleibeperspektive.

Doch heute gehören Flüchtlingskinder in den Gruppen nahezu zur Normalität. Acht von ihnen werden zur Zeit in drei der Gruppen betreut. Die Hälfte lebt noch in Notunterkünften. Sechs flüchteten vor Krieg und Terror. In der Kita St. Johannis fanden sie einen behüteten Platz, an dem sie unter Kindern Kind sein können und dabei sehr schnell die deutsche Sprache lernen

Jetzt wird die Kindertagesstätte auf dem Gelände der St. Johanniskirche Modell-Kita in einem Projekt, das eine fachlich begleitete Vernetzung weniger Berliner Kitas anstrebt, die sich zuvor durch hervorragende Arbeit mit Flüchtlingskindern hervortaten. Erfahrungen bei der Aufnahme, Eingewöhnung und Betreuung dieser Kinder sollen ausgetauscht, gebündelt und ausgewertet werden, um auch anderen Einrichtungen als Hilfestellung zu dienen und die Integration dort zu erleichtern.

Die Entscheidung für die Kita St. Johannis als Modellkita begründete die Senatsstelle neben Erfahrung, Fachkenntnissen und Organisation auch mit der guten Vernetzung mit Flüchtlingsunterkünften und Partnern im Sozialraum und den durch die Kita Leiterin, Frau Thomaschewski-Borrmann, formulierten weitreichenden Ideen und Zukunftsperspektiven. Die freut sich auf den kollegialen Erfahrungsaustausch mit den anderen Modell-Kitas und die dadurch mögliche Weiterentwicklung ihres eigenen Konzepts zur Integration und Inklusion von Kindern mit Fluchterfahrung.

 

MARTINA KNOLL

(foto:knoll)

 

Hier die Presseerklärung der Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.