Immer wieder mittwochs ...


 

... , 16 bis 18 Uhr, findet im Konfirmandenraum von St. Johannis ein Begegnungscafé für Geflüchtete, Gemeinde und Interessierte statt. Was nach einer großen Renovierungsaktion langsam anlief, ist inzwischen ein gut angenommenes Vorzeigeprojekt des Engagements in unserer Gemeinde.
 

Die Gäste kommen aus Syrien, aus Afghanistan, dem Iran, Irak und Pakistan. Doch am Mittwoch kommen sie gemeinsam aus einer Turnhalle an der Claire-Waldoff-Promenade unweit der Kirche. Dort leben sie zu zweihundert auf großem Raum in Etagenbetten. Alles ist neu, ungewohnt und vieles sicherlich unangenehm, besonders die fehlende Privatsphäre.
Die können auch wir in unserem Begegnungscafé nicht bieten, denn mit bis zu 50 Gästen auf ein Organisationsteam und deren Unterstützer von etwa 12 Personen kommt der Raum schon jetzt räumlich an seine Grenzen.

Nach dem letzten Treffen gab es eine Besprechung, was fehlt und was zu verbessern wäre, an der auch einige der Geflüchteten teilnahmen. Wir waren überrascht und sehr erfreut, wie positiv unser Angebot beurteilt wurde: Getränke, Kekse und Salzgebäck, Spiele, Sprachunterricht und -vertiefung. Wo wir noch meinten, unterhaltende Angebote liefern zu müssen, freuten sich die anwesenden Mütter insbesondere über frisches Obst und Milch für die Kinder.

Gerne würden wir uns intensiver mit unseren Gästen unterhalten. Beim letzten Mal war ein taubstummer Junge da, der mit Gestik und Mimik erstaunlich gut sprachliche Grenzen überschreiten konnte. Auch Anwohner mit arabischen oder persischen Sprachkenntnissen erleichtern die Vermittlung. Und natürlich der eine oder andere der Gäste, der in Sprachschulen schon so viel gelernt hat, dass er den Mitbewohnern in dieser Situation verbal unter die Arme greifen kann. Unser vertiefender Sprachunterricht - mit Arbeitsblättern, aber ohne pädagogisches Konzept und erforderliche Vorkenntnisse - ist für beide Seiten der Schlüssel zur gegenseitigen Erfahrung.


Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Mitglieder unser großen Gemeinde, Anwohner und Interessierte unsere Arbeit unterstützen würden. Kommen Sie doch einfach mal vorbei! Auf einen Kaffee, Tee, eine sinnstiftende Unterhaltung.

 

 

MARTINA KNOLL

(fotos:knoll)