1945








Foto aus:
Felix Schultze. 150 Jahre St. Johannis-Kirche Berlin-Moabit. Berlin: Wichern-Verlag, 1985

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MARTINA KNOLL

In wenigen Tagen jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. mal. Die Gräber und Gedenkstätten um St. Johannis der in den letzten Kriegstagen Umgekommenen sind stumme Zeugen dieser Zeit. Mahnend erinnern die Aufzeichnungen des Pfarrers Felix Schultze, die sich in den Festschriften zum 125. und 150. Gründungstag von St. Johannis finden. Hier ein Auszug:

"Endlich hob der Endkampf an. Im Vorgarten der St. Johannis-Kirche wurden militärische Übungen abgehalten, und unter dem an der Straße stehenden goldenen Kreuz wurde ein Schießstand, wohl eine MG-Stellung, errichtet. Am 21. April 1945 fielen die ersten Granaten in das Stadtgebiet von Berlin. Panzersperren und Barrikaden wurden errichtet. Starker Artillerie- und Fliegerbeschuß ließen die Gemeinde schwer leiden. Durch Brückensprengungen war Moabit in eine Insel verwandelt worden. In der Nacht zum 27. April 1945 drangen die Sowjettruppen in das Gemeindegebiet ein. (...) Dabei dauerte der starke Beschuß noch an (...). Endlich, am 2. Mai 1945 kapituliert Berlin."